Protokolle

Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 3. Dezember 2021, 19.00 Uhr

Die Versammlung fand im Ratskeller Warburg statt. Teilnehmer/-innen waren die Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Ralf Miggelbrink (Versammlungsleitung), Reinhard Humburg und Elmar Nolte, die Mitglieder Winfried Broesch, Irmgard Heuel, Christian Holtgreve, Christoph Humburg, Mark Laszkiewicz und Prof. Dr. Johannes Weiß sowie als Gäste Ruth Kröger-Bierhoff, Ralf Schröder und Ulrike Vollmer.

  1. Ordnungsgemäße Einladung und Beschlussfähigkeit wurden zu Beginn der Sitzung vom Leiter der Versammlung, Herrn Prof. Dr. Miggelbrink, festgestellt. Danach gab er einen kurzen Bericht über die Aktivitäten des Vereins 2019/ 20.
  2. Herr Nolte als Kassenwart berichtete, daß der Verein im Abrechnungsjahr 2019 einen Umsatz von 844,03 € hatte. 2020 betrug der Umsatz 1.405, 00 €. Er setzte sich aus Mitgliedsbeiträgen und 790, 00 € Spenden zusammen. Die Ausgaben setzten sich aus 200,00 € für einen Vortrag, Aufwandsentschädigungen und Werbekosten zusammen. In beiden Jahren wurde ein Gewinn erwirtschaftet. Der aktuelle Kontostand beträgt 1.405,10 €. Weiteres kann den vorliegenden Jahresabschlüssen entnommen werden.
  3. Der Freistellungsbescheid des Finanzamts Warburg, in dem der Verein als gemeinnützig anerkannt wird, wurde am 06.09.2021 erstellt und liegt vor. Damit sind Spenden an den Verein steuerlich absetzbar und der Verein ist von der Körperschafts- und Umsatzsteuer befreit. Herr Brösch erläutert diesen Sachverhalt genauer. Herr Nolte weist darauf hin, dass Spenden bis 200,00 € nicht quittiert werden müssen. Hier reicht dem Finanzamt die Vorlage des Überweisungsbelegs des Spenders.
  4. Der Bericht über die Kassenprüfung wurde vom Rechnungsprüfer, Herr Konstantin von Wrede, erstellt und per Mail übermittelt. Er enthält keine Beanstandungen.
  5. Entlastung des Vorstandes wurde erteilt, ihm wurde für die diesbezügliche Arbeit gedankt.
  6. Herr Brösch wurde zum neuen Kassenprüfer gewählt und nahm die Wahl an.
  7. Zur Sammlung und Eintragung von für Warburg noch nicht deklarierten Denkmälern berichteten Herr Humburg und Her Nolte über von vor zwei Jahren geführtes Gespräche mit der Vertretern der Stadt. Inzwischen eingetragen wurden die Austermühle, der Schulbau der Armen Schulschwestern, die Villen und die Grabstätte Rosskamm in Scherfede, das Relief in der Fassade von Moldenhauer und der Wasserhochbehälter im Graf Dodiko Weg. Beim anstehenden Gespräch mit dem Bürgermeister wird der Verein um Einsicht in diese Prioritätenliste bitten, um die weitere Arbeit planen zu können.
  8. Die in der Denkmaltopographie 2015 als denkmalwürdig erkannten und noch nicht eingetragenen Objekte sollen zunächst eingetragen werden, da hier die sachlichen und rechtlichen Voraussetzungen grundsätzlich gegeben sind.
  9. Fehlende und dennoch nach Auffassung des Vorstandes denkmalwürdige Objekte sind der polnischen Soldatenfriedhof, der Burgfriedhof (als Gesamtanlage), das Haus Germete, das Haus Marktstraße 13 (Eule) und die Kirche in Nörde. Für sie soll auch Unterschutzstellungen beantragt werden.
  10. Die erfolgten Umsetzungen von Grabmalen auf dem Burgfriedhof sind nur als Zwischenlösung zu ihrer Erhaltung zu sehen. Sie widersprechen jedoch den Grundsätzen der Denkmalpflege und sollten künftig unterbleiben. Angesichts vieler leerstehender Grabmale sind sie auch nicht nötig. Es könnten Patenschaften für abgelaufene Gräber übernommen werden oder Gräber einschließlich Grabstein neubelegt werden, wobei die aktuellen Daten durch Tafeln zugefügt werden können. Für letzteren wird für die Akteure ein Konzept benötigt, das klärt, welche denkmalwürdigen Grabsteinen an welchem Ort erhalten bleiben sollen.
  11. Denkmal des Monats Dezember 2021 wird die Neustadtkirche St. Johannes Baptist sein.
  12. Als Denkmale des Monats für 2022 wurden vorgeschlagen: Steinzeitgrab in Rimbeck, Rosenmeyerscher Grabstein mit Aufschrift, Burgfriedhof, Arnoldihaus, Wasserkunst, Schwesternhaus und Friedhof der Armen Schulschwestern, Eisenbahnhäuschen Unter den Bäumen , Ecke Landfurt, Schafstall und Klostergebäude in Wormeln (Hier wurde eine Begehung unter der ortskundigen Führung von Herrn Peter Even angeregt.), Kapelle Krankenhaus, jüdische Friedhöfe Daseburg, Ossendorf und Rimbeck, Piepers Mühle, Brunnenhäuschen Kalandstrasse,
  13. Stolpersteine in der Stadt. Ruth Kröger berichtete zum Projekt Stolpersteine in Warburg. Sie beantragte, die Arbeitsgruppe in den Denkmalverein integrieren, so dass z.B. Spender dann auch vom Verein Quittungen zur Steuerminderung bekommen könnten. Dem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.
  14. Für den Tag des offenen Denkmals im kommenden Jahr fand der Vorschlag Öffnung der Krypta auf dem Burgfriedhof mit musikalischem Angebot „Gregorianischer Gesang“ großen Zuspruch. Herr Brösch erklärte sich bereit, zu einem ihm bekannten Sänger Kontakt aufzunehmen und das zu organisieren.
  15. Unter Verschiedenes wurde noch über die Erfassung von Warburger Straßennahmen und deren Bedeutung, die Sanierungslage des Hauses Pennig, die geschichtliche Bedeutung des Hiddessenhofes in der Unterstraße und den einsetzenden Verfall der Cafés Eulenspiegel und Blome gesprochen.

Die Sitzung endete um 21.10 Uhr Protokoll führten Ruth Kröger-Bierhoff und Elmar Nolte

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Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 8. Dezember 2020, 19.00 Uhr

Wegen der Corona-Pandemie wurde zur Versammlung nur über E-Mail auf die Internet-Plattform „ZOOM“ eingeladen.

  1. Herr Prof. Dr. Ralf Miggelbrink (Vorsitz) begrüßte die Teilnehmer:
    • Reinhard Humburg
    • Elmar Nolte
    • Claudia Schwarze-Nolte
    • Christian Holtgreve
    • Prof. Dr. Johannes Weiß
    • Konstantin von Wrede
    • Martin Koch zeitweise, ohne Bild
    • Winfried Brösch zeitweise, ohne Bild.
  2. Der am 4.11.2020 versandten Tagesordnung wurde zugestimmt.
  3. Als Schriftführer wurde Reinhard Humburg gewählt.
  4. Die ordnungsgemäße Einberufung und die Beschlussfähigkeit der Mitgliederversammlung wurden festgestellt.
  5. Herr Miggelbrink berichtete über die Zeit seit der Vereinsgründung am 4.9.2019:
    • Die Formalitäten für die Rechts- und Arbeitsfähigkeit des Vereines wurden erfolgreich erledigt und die Gemeinnützigkeit vom Finanzamt Warburg bestätigt.
    • Die durch Elmar und Stefan Nolte konzipierte und am 14.11.2019 veröffentlichte Vereinswebsite https://www.warburgerdenkmalverein.de/ fand Anerkennung. Herr Miggelbrink forderte auf, sie weiter mit Bildern und Texten zu versehen und regte dort die Vorstellung eines „Denkmal des Monats“ an.
    • Es haben drei Vorstandsitzungen am 31.10.2019, am 1.12.2019 und am 20.6.2020 stattgefunden, deren Protokolle auf der Website veröffentlicht sind.
    • Zum „Tag des Offenen Denkmals“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (als Markeninhaber) hatte der Denkmalverein u.a. eine für den 13.9.2029 geplante Führung über den Burgfriedhof als Keimzelle der Warburger Stadtentwicklung und Begräbnisort bedeutender Warburger Familien geplant. Aufgrund der Pandemie wurden solche Aktionen jedoch durch die DSD nicht unterstützt mußte daher abgesagt werden.
    • Der Vortrag mit Prof.Dr. Ulrich Großmann am 5.10.2020 im Rathaus zwischen den Städten war trotz der Pandemie sehr gut besucht und positiv aufgenommen. Die Reihe soll in Zusammenarbeit mit der VHS fortgesetzt werden, ein größerer Vortragsraum, z.B. im Museum im Stern, ist jedoch erforderlich.
    • Der seinerzeit durch RA Dr. Theo Becker u.a. gegründete und nicht mehr aktive Verein der „Freunde Warburg“, aktuell durch Alfred Rosenstein vertreten, habe angeboten, dem Denkmalverein sein Vermögen für seine Arbeit zu überlassen. Herr Miggelbrink versprach, dem nachzugehen.
    • In Durchführung eines Beschlusses der Vorstandssitzung vom 31.10.2019 hat der Vorstand am 1.12.2019 ein Schreiben an Bürgermeister Stickeln unterschrieben und abgeschickt, in dem die Stadt Warburg gebeten wird, sämtliche in der Denkmaltophographie genannten Objekte in die Denkmalliste einzutragen. Eine Beantwortung des Schreibens durch die Stadt Warburg konnte nicht festgestellt werden.
  6. Herr Nolte als Kassierer berichtete über die finanzielle Situation und legte den Jahresabschluss 2019 vor. Dieser weist Umsatzerlöse von 844,03 € und Betriebsausgaben von 764,03 € aus, wodurch sich ein Jahresüberschuss von 80,– € ergibt. Der aktuelle Kontostand zum 8.12.2020 beträgt 1244,50 €. Die Zahl der Mitglieder beträgt 37. Davon wohnen 19 in Warburg, 16 an anderen Orten in Deutschland und 2 im Ausland.
  7. Herr Nolte berichtete ferner, dass er bereits 2011 (am 17.3.) eine Liste der Warburger Baudenkmäler bei Wikipedia veröffentlicht und seitdem immer wieder fortgeschrieben habe. Sie umfaßt auf Grundlage der von Stadt und LWL 2015 herausgegebenen Denkmaltopographie 503 denkmalwürdige Gebäude. Von diesen wurden bis 2018 nur 399 (E-Mail der UDSchB der Stadt; Frau Altemeier vom 13.11.2018 an Elmar Nolte) in die amtliche Denkmalliste nach § 3 DSchG NRW eingetragen. Hieraus ergibt sich eine Differenz von 503 – 399 = 104 Objekten. Danach sei am 16.10.2019 auch das Pennighaus, Marktstraße 18, eingetragen worden. Am 3.3.2020 wurden zudem vom Stadtrat die Eintragungen der Austermühle von 1304, zwei Wasserhochbehältern von 1893, des Ordenshauses der armen Schulschwestern auf der Hüffert von 1923-27 und eines Renaissance-Reliefs an der Marktstraße 10 beschlossen (WB vom 6.3.2020), so daß die Differenz zwischen den denkmalwürdigen und eingetragenen Baudenkmalen nun 98 beträgt.
  8. Als Kassenprüfer wurde einstimmig Herr von Wrede gewählt. Er nahm die Wahl an.
  9. Auf Vorschlag von Herrn Himstedt sollen für bestimmte Themen und Vorhaben „Ausschüsse“ gebildet werden. Elmar Nolte begrüßte das und schlug eine Benennung als „Arbeitsgruppen“ vor, um hier auch eine spontane Gründung ohne Beteiligung des Vorstandes zu ermöglichen. Folgende Arbeitsgruppen wurden vorgeschlagen und Interessensbekundungen geäußert:
    • AG Wikipedia, Erstellung von Einzelartikeln und Fotos zu dort aufgelisteten Baudenkmalen, da gem.. Wikipedia-Richtlinien jedes eingetragene Baudenkmal eine hinreichende Relevanz hat. Interessenten: Christian Holtgreve, Ralf Miggelbrink, Elmar Nolte, Reinhard Humburg
    • AG Friedhöfe, Kriegerdenkmale, Gefallenendenkmale. Interessenten: Ralf Miggelbrink
    • AG Denkmalliste Anregungen zur Aufnahme weiterer Objekte. Interessenten: Elmar Nolte, Reinhard Humburg
    • AG Denkmalschutz im ländlichen Raum Erarbeitung von Konzepten zur Nachnutzung leerer Gutshäuser, Scheunen u.a. Interessenten: Konstantin von Wrede, Elmar Nolte
    • AG Technische Kulturdenkmale, Industriedenkmale
  10. Herr Prof. Weiß regte an, im Sommer 2021 eine professionelle Führung zur Ausgrabungsstätte Holsterburg durchzuführen. Elmar Nolte erklärte sich bereit, hierzu Kontakt zum Leiter der LWL-Abteilung Mittelalter- und Neuzeitarchäologie, Dr. Hans-Werner Peine, herzustellen.

Die Sitzung endete ca. 21:30 Uhr. Protokoll führten Elmar Nolte und Reinhard Humburg

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Gründungsversammlung vom 04.09.2019

Am Mittwoch, dem 4. September 2019 versammelten sich um 19:00 Uhr in der Gaststätte „Ratskeller“ in 34414 Warburg die in der als Anlage 1 beigefügten Anwesenheitsliste mit Namen und Anschrift genannten Personen. Herr Elmar Nolte begrüßte die Anwesenden und schlug eine Tagesordnung vor, die durch Zuruf angenommen und befolgt wurde:

  1. Herr Humburg und Herr Nolte erläuterte die Ziele und Zwecke des Vereins. Wichtig sei, dass der Verein mit den zuständigen Denkmalbehörden und Denkmalfachbehörden zusammenarbeiten solle. In Warburg existiere zwar schon die Warburger Denkmalstiftung, sie sei aber ein rechtlich unselbständiger Teil der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, deshalb könne ein Verein leichter viele Mitglieder aufnehmen und sich besonders auf die Warburger Region konzentrieren. Der Heimat und Verkehrsverein habe unter anderem auch den Erhalt des Stadtbildes in seiner Satzung, jedoch gingen Geschichte und Denkmalschutz als wissenschaftliche Aufgaben weit über die Stadtbildpflege für touristische Zwecke hinaus. Der Museumsverein habe das Hauptziel, das Museum im Stern mit seinen mobilen Kulturgütern zu betreiben. In der sich anschließenden Diskussion wurden Zweck und Aufgaben des zu gründenden Vereins lebhaft diskutiert.
  2. Herr Eric Volmert wurde per Zuruf zum Wahlleiter, und Herr Reinhard Humburg wurde ebenfalls per Zuruf zum Protokollführer gewählt; beide nahmen die Wahl an.
  3. Kopien des Satzungsentwurfs wurden verteilt, vorgelesen und von Herrn Nolte und Herrn Humburg erläutert. Christian Holtgreve schlug vor, am Ende von § 10 der Satzung folgenden Absatz einzufügen: „(2) Die Mitgliederversammlung kann einen Beirat wählen.“ Ein weiterer Vorschlag betraf § 11 Absatz (2) der Satzung, der in der neuen Fassung wie folgt lauten solle: „(2) In jedem Geschäftsjahr findet eine ordentliche Mitgliederversammlung statt. Sie wird von einem Vorstandsmitglied gleitet.“ Zudem wurde vorgeschlagen, die Satzungzwecke am Ende von § 3 Absatz (3) der Satzung um „Beratung von Eigentümern von Denkmälern oder denkmalwürdigen Gebäuden“ zu ergänzen. Die Änderungs- und Ergänzungsvorschläge der Versammlungsteilnehmer wurden eingearbeitet. Anschließend wurde darüber abgestimmt, den Verein zu errichten und ihm die vorgeschlagene Satzung zu geben. Die Endfassung der Satzung, die wesentlicher Bestandteil dieses Protokolls ist, wurde einstimmig ohne Enthaltungen beschlossen.(Anlage 1) Einundzwanzig der Erschienenen erklärten, dem neu errichteten Verein als Gründungsmitglieder anzugehören (Anlage 2).
  4. Zur Wahl für den Vorstand stellten sich Prof. Dr. Ralf Miggelbrink, RA. Reinhard Humburg und Dipl.-Ing. Elmar Nolte. Die Abstimmung erfolgte einzeln durch Handzeichen. Gewählt wurden
    1. als Vorsitzender: Herr Prof. Dr. Miggelbrink, geboren am 24. Februar 1959 in Dingden, einstimmig ohne Enthaltungen,
    2. als Stellvertreter: Herr Reinhard Humburg, geboren am 4. Juli 1956 in Warburg, einstimmig ohne Enthaltungen,
    3. als Kassierer: Herr Elmar Nolte, geboren am 28. Mai 1957 in Warburg, einstimmig ohne Enthaltungen.
  5. Die Gewählten erklärten, dass sie die Wahl annehmen.
  6. Der Vorstand wurde einstimmig beauftragt, alles Nötige für die Eintragung ins Vereinsregister und die Erlangung der Gemeinnützigkeit zu erledigen.
  7. Herr Nolte schlug vor, den jährlichen Mitgliedsbeitrag mit 36,00 € festzusetzen. Herr Holtgreve schlug einen niedrigeren Betrag vor. Herr Prof. Dr. Bewermeyer schlug 20,00 € pro Jahr vor. Herr Humburg ergänzte hierzu, daß der Vorstand auf Antrag auch nur die Hälfte des Beitrages erheben kann. Die Anwesenden stimmen sodann durch Handzeichen über folgenden Beschlussvorschlag ab: Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt € 20,00. Auf Antrag zahlen Mitglieder die Hälfte. Dieses wurde einstimmig ohne Enthaltungen angenommen.

Die Gründungsversammlung endete um 22:10 Uhr. Protokoll führte Reinhard Humburg.